Million Dollar Handshake-Songs entstehen im Bauch. Sie drehen jede Menge Runden in den Köpfen der fünf Musiker bis jedes Detail sitzt und enden trotzdem im Herz und in den Füßen jedes Zuhörers, denn sie besitzen immer emotionale Wucht - egal, ob sie die Membranen der Lautsprecher an den Anschlag drücken oder den Pegel nur ganz leicht zum Zittern bringen. Kein Wunder, dass das einzige Vorbild, auf das sich alle Mitglieder einigen können, Radiohead ist. Dass im allgemeinen Klangbild trotzdem Anleihen bei Sixties-Folkrock, Seventies-Psychedelia und zeitgenössischem Indiepop erlaubt sind, birgt keinerlei Widerspruch in sich. Christopher Daubs weiche Stimme trägt mühelos durch die schmutzigsten Gitarrenexplosionen von Thomas Müller und die melodischsten Tastenparts von Gerald Haffke, besonders wenn sie von beiden harmonisch am Mikrofon unterstützt wird. Georg Rams am Bass und Philipp Masur am Schlagzeug machen derweil an der Basis die Räume eng und lassen keinen Beat entweichen. Ihre online veröffentlichte Debüt-EP "The Coast is Clear" brachte 2008 unter anderem einen "Song des Tages" bei mp3.de und einen Abstecher zur Coca-Cola Soundwave hervor. Zwei Jahre später, durch zahlreiche Liveauftritte und schweißtreibende Studioarbeit abgehärtet, erwarten Million Dollar Handshake mit ihrem ersten Longplayer "A Night Without Sleep" ihren eigenen millionenschweren Handschlag der zu Tränen der Dankbarkeit gerührten Musikindustrie eigentlich jeden Morgen zum Frühstück.





 
 
 
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